9. Tag: Denali – Fairbanks

Auch im Denali gibt es die Möglichkeit einen Rundflug zu buchen; mit 520 Dollar war mir das dann aber doch etwas zu heftig. Drei aus der Gruppe machten den Flug am frühen Morgen und waren natürlich begeistert. Vielleicht ein anderes Mal, man muss sich ja noch etwas aufheben.


Weiter ging es auf dem George Parks Hwyy bis zu dem kleinen Städtchen Nenana, 86 km südlich von Fairbanks an der Mündung des Nenana River in den Tanana River gelegen. Im Jahr 2000 wurden 402 Einwohner gezählt – heute werden es nicht viel mehr sein. Ein Besuch im Alaska Railroad Museum war durchaus lohnend, ein Fahrkartenschalter, alte Büromöbel, Werkzeug und anderer Kram sind im Original erhalten. Leider hatten wir nicht das Glück, dass ein Zug vorbeifuhr; der Museumsmensch meinte, er könne gleich oder in 3 Stunden oder wann auch immer vorbeikommen, so dass sich das Warten nicht lohnte.


Einen Stopp legten wir im urigen Visitor Center von Nenana ein. Hier kann konnten wir man an der Nenan Eischallenge teilnehmen, d.h. man kann einen minutengenauen Tipp abgeben, wann im nächsten Frühjahr das Eis bricht.

1917 wettete eine Gruppe von Eisenbahnarbeiten um 800 Dollar, wann genau das Eis im Frühjahr bricht und hundert Jahre später ist diese Wette immer noch spannend. Mal sehen, ob ich recht habe.

https://www.climate.gov/news-features/climate-tech/when-will-tanana-river-ice-break


Bevor es uns ins Hotel verschlug besuchten wir das University of Alaska Museum of the North, das auf dem Campus der Universität von Alaska liegt. Schon von außen wirkt es durch den architektonisch interessanten Bau sehr ansprechend.

Im Erdgeschoss wird die vergangene und gegenwärtige Tierwelt Alaskas gezeigt, sowie das Leben der First Nations, die Geografie und Geschichte des Landes.

Ein besonderes Exponat ist das Blue Babe, die etwa 35.000 Jahre alte Eismumie eines Steppenbisons, dessen im Eis konservierter Körper 1979 gefunden wurde. Blue Babe heißt es, weil sich die Haut des Kadavers während der Bergung durch eine chemische Reaktion mit der Luft blau färbte.

„Das Blue Babe war zum Zeitpunkt seines Todes in der nordamerikanischen Mammutsteppe etwa acht oder neun Jahre alt und befand sich in ausgezeichneter körperlicher Verfassung. Gemäß den erfolgten Rekonstruktionen fiel das Wisent zwei Amerikanischen Löwen (Panthera leo atrox) zum Opfer, die zu dieser Zeit in Alaska verbreitet waren. Nach dem Tod fraßen die Löwen vor allem das Fleisch von Rücken und Rumpf; nach einem einsetzenden Frost konnten die Raubtiere jedoch keine weiteren Fleischstücke vom Körper abreißen. Darauf deutet auch ein im Körper des Wisents gefundenes Zahnfragment eines Löwen hin. Der festgefrorene Körper wurde offenbar im Frühjahr von Schlamm und Löss verschüttet. Er mumifizierte dann im Schlamm vollständig. (https://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Babe, 11.08.2017, 17:40)

Weiter wurde in der Reisebeschreibung weiter das Alaska Dog Mushing Museum, eine Raddampferfahrt auf dem Chena River, der Besuch einer Diashow zum Thema Nordlichter oder die Gold Rush Show im Malemute Saloon empfohlen; dazu reichte aber leider die Zeit nicht mehr.

 

 


Etwa 100 Kilometer von Fairbanks liegen die Chena Hot Springs, die wir leider nicht angefahren haben. Ich verweise hier auf die tollen Bilder von Tobias D.


Hotel:

geplant war das

Fairbanks:
„Bridgewater Hotel“
723 1st Ave, Fairbanks, Alaska 99701

aber wir wurden in ein anderes, vergleichbares Hotel umgebucht.

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