Ehre, wem Ehre gebührt – Indianapolis 2008

Independance Day in Indianapolis, 2008

Als es den Gatten beruflich 3 Monate nach Indiannapolis verschlug, verbrachten wir die Samstagabende gerne auf den Open Air Konzerten auf der Connors Prairie, einem historischen Park mit alten Gebäuden und Museen.

So auch zu den Feierlichkeiten zum 4. Juli, an dem ein besonderes Fest stattfand, mit Musik sowieso, Soldaten in voller Montur und Feuerwerk. Wie die Amerikaner auch hatten wir unsere Klappstühle und eine Kühlbox dabei und picknickten so vor uns hin.

Es wurden lange Reden gehalten und irgendwann hörte ich nicht mehr zu und  stand auf, um mir die Beine zu vertreten – es fiel mir nur auf, dass ein paar ältere uniformierte Herren herumliefen und anderen älteren Herren, vereinzelt auch älteren Damen die Hand schüttelten. Gerade kam einer der Soldaten mit ausgestreckter Hand auf mich zu – ich fand das ja wieder sehr nett – als JR mich plötzlich recht grob auf meinen Stuhl riss, und meinte: „Und du bist dir ganz sicher, dass du ein verdienter Kriegsveteran bist“?

Der nette Soldat stockte irritiert und drehte mit seiner ausgestreckten Hand ab.