…aber ich hab‘ doch reserviert

War ich dieses Jahr doch guter Hoffnung einmal einen Urlaub ohne Peinlichkeiten zu erleben, war es ein paar Tage vor dem Rückflug endlich wieder soweit.

Für den Parkbesuch in Orlando hatten wir (TochterKlein und ich) ein Hotelzimmer im Cabana Bay Resort reserviert. Fröhlich betraten wir frühmorgens die Hotellobby – der Park wartete – und stellten uns mit dem Ausdruck unserer Reservierungsnummer am nächsten Schalter an.

Der junge Mann suchte im Computer und meinte dann, es läge keine Reservierung vor. Er entschuldigte sich, er sei erst den dritten Tag da und meinte er müsse erst mal telefonieren um die Sache abzuklären. Aber nein, es lag tatsächlich keine Reservierung vor, aber er könne da sicher etwas machen. Irgendwas wollte er dann mit dem Autoschlüssel was ich aber dann in diesem Zusammenhang überhaupt nicht verstand.

Er buchte also, was auch immer, konnte die Buchung aber nicht durchführen, weil ich nur eine Debitkarte meiner amerikanischen Bank dabei hatte und er hätte eine Kreditkarte gebraucht. Auch die Kreditkarte der Tochter sollte nur eine Debit sein (was noch abzuklären ist). Allmählich, eine halbe Stunde war vergangen, bekam ich dann doch das Gefühl, ein Problem zu haben und schimpfte so vor mich hin: “Reservierungsbestätigung da, Reservierungsnummer… alles da, ich möchte jetzt gerne mein Zimmer für die Nacht…“

Worauf er mich von oben bis unten…und von unten bis oben ansah und meinte, er vermiete keine Zimmer. Ja, nee jetzt. Er vermiete Autos. Über die Firma Hertz. Der Hotelschalter sei schräg gegenüber.

Innerhalb 2 ½ Minuten waren wir eingecheckt. Am Hotelschalter.

Ich entschuldigte mich bei dem Jungen und wir waren uns einig – trotz allem…we had much fun.

Zu unserer beiden Rechtfertigung muss man sagen – die Schalter waren nicht wirklich gut beschildert und der Jüngling war noch zu frisch, um zu erkennen, dass es keine Hertz-Reservierungsnummern sein konnte.